Kreative Köpfe
Die Tupperdose – die Auflösung
Tintenfisch-Redaktion·Juni 2026·1 Min. Lesezeit
„Der dunkle Punkt hing still in der Luft.
Niemand sagte ein Wort. Es fühlte sich an, als ob sogar dieser seltsame Raum beschlossen hatte, zu warten.
Dann bewegte sich der Punkt.
Langsam wurde er größer.
Die Dunkelheit breitete sich vor uns aus, bis eine Öffnung entstand.
Eine Tür.
Oder zumindest etwas, das wie eine Tür aussah. „Da drin ist etwas“, sagte sie leise.
Ich antwortete nicht.
Ich spürte es auch.
Dieses Gefühl, beobachtet zu werden. Der Pfad war verschwunden. Alles führte nur noch dorthin.
Wir gingen los.
Je näher wir kamen, desto deutlicher wurde ein Geräusch.
Ein Kratzen.
Dann Stille.
Dann wieder Kratzen.
Als würde etwas auf uns warten.
Mein Herz schlug sehr schnell.
Nach allem, was passiert war, musste hier die Antwort liegen.
Die Ursache.
Das Wesen.
Der Grund, warum sich die Dose bewegt hatte.
Der Grund, warum die Kugel existierte.
Der Grund für alles.
Die Öffnung führte in einen runden Raum.
Mitten darin stand ein Podest.
Darauf schwebte die Kugel.
Sie pulsierte langsamer als zuvor.
Fast müde.
„Das ist es“, flüsterte sie.
Dann hielt die Kugel an.
Zum ersten Mal.
Absolute Stille.
Ein Riss erschien auf ihrer Oberfläche.
Noch einer.
Und noch einer.
Die Kugel öffnete sich.
Ich hielt den Atem an.
Etwas sprang heraus.
Landete auf dem Podest.
Sah uns an.
Und miaute.
Wir starrten zurück.
Das Wesen starrte zurück.
Es war eine Katze.
Eine ganz normale Katze.
Abgesehen davon, dass sie auf einem Stück Gurke herumkaute.
Die Katze schluckte.
Miaute erneut.
Und schob mit der Pfote eine Schüssel Gurkensalat näher zu sich heran.“
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<div class="article-foot-note">Das war das Finale der Tupperdose – vielen Dank an alle, die die Reihe von Anfang an mitgelesen haben.